20. November 2008 10:59

Ankunft in Spanien

von Marion Maslo 10. Jun 2005 12:00 ~ Kommentare(1) ~ Email

PlattenFrankreich.jpg Radreparatur1.jpg RadverlustAutobahn.jpg Alora.jpg

Wir sind angekommen!!!

wie zu erwarten, mit einigen „kleinen“ Schwierigkeiten.

Bis kurz vor der spanischen Grenze lief alles prima, so dass wir uns eine laengere Nachtpause mit richtig Schlafen gegoennt haben. Fehler, denn am naechsten Morgen war auf der einen Seite des Wohnwagens der Reifen platt. Mit hilfe unserer Fusspumpe haben wir wieder etwas Luft drauf gekriegt und die naechste Tankstelle war auch nicht weit entfernt zum richtig Luft aufpumpen. Auf der weiteren Strecke liess der Reifen jedoch immer wieder Luft entweichen, so dass wir doch eine Werkstatt, inzwischen kurz vor Barcelona, aufsuchen mussten, die zu finden allerdings recht schwierig war. Nachdem wir waehrend des Fragens von freundlichen Spaniern einen kleinen, groesseren Verkehrsstau verursachten, hat la policia uns einen Mechaniker organisert, der den Reifen dann repariert hat.

Also frohen Mutes weiter.

Leider mussten wir keine 1000 km spaeter feststellen, dass auch der andere Reifen langsam Luft verliert. Angesichts des Fehlers der Nachtruhe wollte Karsten, unser Fahrer, deshalb lieber so schnell als moeglich ankommen, was sich auch als richtige Vorahnung herausstellte, allerdings waren auf der Strecke Richtung Granada nur sehr wenig Rast-/Tankstellen zum Ueberpruefen bzw. Auffuellen der Luft, so dass wir dann auf einem groesseren Anstieg bei voller Fahrt gaenzlich zum Stehen kamen, nachdem unsere „Zugmaschine“ nicht mehr wollte, verstaendlicherweise, da der Reifen des Wohnwagens nicht mehr vorhanden war und mit ihm zusammen die halbe Felge samt Bremsblock und das ganze 3 Uhr nachts auf der Autobahn (Fahrbahn) in der Pampa, aber 300 m von einer Tankstelle (!) entfernt. Von dort konnten wir dann die policia rufen, die sofort da war, um (wie wir dachten) die Stelle etwas abzusichern und einen Abschleppdienst zu rufen. Der Abschleppdienst kam dann auch eine Stunde spaeter, hatte aber keine so richtige Lust und mit einem zu kleinen Auto fuer unseren Wohnwagen. So rief die policia einen anderen Abschleppdienst, der 3 Stunden spaeter kommen sollte, zusammen mit der Autobahnmeisterei, die Huetchen um unseren Wagen stellen sollte. Nachdem wir etwas im Auto geschlafen hatten, die policia weg war, dafuer aber Huetchen standen, fragten wir bei einem Herrn von der Autobahnmeisterei nach dem Abschleppdienst, der jedoch von nichts wusste. So machten wir uns mit dem Pickup selbst auf die Suche nach einer Reifenwerkstatt und fanden diese in 1 km (!) Entfernung. Der Mechaniker hat den Wohnwagen dann wieder repariert, allerdings mit dem Ergebnis, dass wir auf einer Seite nun keine Bremse mehr hatten, aber einen erfahrenen Fahrer, der sich von solchen Kleinigkeiten nicht aus der Ruhe bringen liess.

Also weiter.

Die Berge mit ihren langen Anstiegen brachten unseren Nissan dann zunehmend oefters zum Kochen, so dass eine naechste Krisensitzung notwendig wurde, keine 250 km von Alora entfernt. Der Plan war, dann erstmal die Ladung vom Pickup allein zum Grundstueck zu bringen und den Wohnwagen etwas zu entlasten und gleichzeitig die Strecke zu pruefen. Ergebnis war, auf dieser Strecke war es unmoeglich, mit dem Wohnwagen weiterzukommen, ohne dass der Pickup auskocht. Also umdrehen und zurueck zur Kueste im Glauben, dass es dort flacher ist. Umweg von ca. 500 km! Inzwischen war es Freitag Abend. Karsten ist voll durchgefahren und hat uns dann unter staendigem Pruefen des Kuehlwassers sowie der Reifenluft dann doch noch nach Alora gebracht. Die Zufahrt zum Grundstueck ist allerdings so bergig, dass wir nun erstmal eine Firma suchen muessen, die den Wohnwagen im Huckepack auf das Grundstueck stellt.

Also bis dahin und bis bald.


Kommentare

ny am 21. Jun 2005 21:25

der beginn eures grossen abenteuers liest sich ja schon mal sehr unterhaltsam - ich hoffe es war nicht allzu nervig, das ganze selbst zu erleben...
bin gespannt wie es weitergeht. starke nerven und ein sonniges gemüt wünscht nicola.


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