akademische lehre

seit 2002 arbeite ich am lehrstuhl darstellungsmethodik und bauformenlehre der fakultät architektur an der bauhaus-universität weimar. ich betreue studenten im grund- und im hauptstudium.

 

der weg zur architektur

das erste semester im studiengang architektur an der bauhaus-universität ist der annäherung an das architektonische gestalten und dem training damit verbundener darstellungsfertigkeiten gewidmet. wir nennen es deshalb „weg zur architektur“.
nach dem [einführungskurs] folgen fünf übungsabschnitte, die aufeinander aufbauend, verschiedene spezifisch architektonische gestaltungskonzepte vermitteln: struktur/bruch/grenze, weg und rhythmus, übergang, fläche und raum sowie metamorphose. die bearbeitung der gestalterischen aufgaben in diesen übungen wird begleitet durch das ausprobieren und erlernen verschiedener darstellungstechniken: frottage, collage mit farbigem papier und rasterfolien, umgang mit bleistiften, farbstiften und kreiden, schraffiertechniken, tusche und natürlich digitaler darstellungstechniken. je nach übungsabschnitt werden dabei verschiedene darstellungsformen trainiert: skizze, orthogonale abbildungen, schnitt/ansicht/grundriß, isometrische darstellung, perspektivische darstellung bis hin zur einbindung von perspektivischen zeichnungen in standortfotos.

dieser „weg zur architektur“ führt schließlich zum ersten entwurf und bereitet die studierenden auf dessen anforderungen vor.

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der erste entwurf

der erste entwurf am ende des ersten semesters fordert von den studierenden die anwendung des in den vorhergehenden übungsabschnitten gelernten. aufgabe ist es, an einem konkreten ort einen garten zu gestalten, und als dessen kulminationspunkt einen kleinen pavillon zu entwerfen. neben den topografischen und natürlichen gegebenheiten des ortes fungieren zeitliche phänomene wie das wetter, vegetation oder der tagesgang der sonne ebenso als gestaltprägende faktoren wie die anforderungen anzunehmender nutzergestalten.

den bearbeiterInnen wird die gelegenheit gegeben, vom landschaftlichen maßstab ausgehend bis hin zum konstruktiven detail ein konsequentes gestaltungskonzept zu entwickeln und umzusetzen. besonderen wert legen wir dabei auf erkennbare konsistenz des entwurfes, der sich aus den gegebenheiten entwickelnd, zunächst durch die abgrenzung des gartens verortet und aus den architektonischen elementen der gartengestalt zu seinem höhepunkt in der kleinen architektur des pavillons geführt wird, in dessen details sich das gestalterische prinzip der anlage nochmals abbildet.

für die präsentation seines entwurfes kann der bearbeiter schließlich aus all jenen techniken und fertigkeiten, die er auf seinem „weg zur architektur“ bis dahin kennengelernt hat, jene wählen, die sich für seinen entwurf am besten eignet und ihm persönlich am nächsten liegt. es entstehen qualitativ hochwertige modelle in verschiedenen maßstäben. diese müssen nicht notwendigerweise aus teuren materialien bestehen. schließlich wird auch auf die zusammenstellung der zeichnungen zu durchdachten layouts wert gelegt.

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